Zeitreise am Vorabend der Reformation

– Evangelische Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 des gymnasialen Zweiges der Friedrich-August-Genth-Schule reisen in die Lutherstadt Eisenach –

„Was unterscheidet uns denn von den Katholiken?“ „Warum gibt es denn verschiedene Kirchen?“ „Wie war das denn damals bei Luther?“ Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Gymnasialschülerinnen und –schüler in der 8. Klasse während des evangelischen Religionsunterrichts. Da Martin Luther wesentlichen Anteil daran hat, dass es heute zwei christliche Kirchen gibt, wurde die Lutherstadt Eisenach besucht. Früh am Morgen des 30. Oktobers 2018, am Vortag der Reformation, brachen die 47 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Karin Gerhardt-Hoell und Mario Wagner zur Wartburg auf. Dort angekommen, erstrahlte die Stätte des Protestantismus in hellem Sonnenschein. Bei einer Führung durch die Wartburg wurden neben der Geschichte der Wartburg, dem Zimmer der heiligen Elisabeth und dem Festsaal, auf dem der legendäre Sängerstreit stattgefunden haben soll, vor allem die Lutherstube bestaunt. Hier hat Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche übersetzt. Nach dem Abstieg von der Wartburg erlebten die Schülerinnen und Schüler eine Schulstunde wie zu Luthers Zeiten. Erst einmal wurde der Lehrer von den Schülern bezahlt. Alle mussten bei ihren Redebeiträgen aufstehen und jeden Satz mit „Herr Magister“ beenden. Wer störte, bekam die „Rute zu spüren“! Fasziniert waren sie vom damaligen Mathematikunterricht ganz ohne Taschenrechner. Nach einem Vokabeltest und einem Lied – natürlich in lateinischer Sprache – endete die Stunde so: Der Schüler, der am meisten störte, musste einen Eselskopf tragen. Froh, dass der Unterricht heute anders ist, traten die Schülerinnen und Schüler gut gelaunt den Rückweg nach Wächtersbach an und konnten mit neuen Informationen den Reformationstag feiern.

Bild: Die evangelischen Religionskurse vor der Wartburg