Das Konzept

Freie Selbstständige Arbeit

(Einblicke in die FSA, eine Präsentation zum Download)

-Individuelles Üben, Wiederholen, Anwenden und Erarbeiten-

 

KlassenraumHinter der Umsetzung des neuen Konzeptes der „Freien Selbstständigen Arbeit“ steckt eine intensive fast einjährige Vorbereitung durch etwa 15 engagierte Lehrkräfte. Die Lehrkräfte besuchten die Martinusschule in Mainz und waren begeistert über die Erfolge, die dort erreicht werden können. Daher wurde - unterstützt durch den Schulpsychologen und den ehemaligen Schulleiter der Martinusschule - ein eigenes, ähnliches Konzept für die Genth-Schule entwickelt. Es wurden drei Klassenräume und ein Gruppenarbeitsraum mit besonderen Materialien ausgestattet. Ziel der Freien Selbstständigen Arbeit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, selbstständig zu arbeiten. Jeder Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss soll eine Ausbildungsstelle bekommen können. Der Erfolg der Martinussschule in Mainz zeigt, dass die Lehrbetriebe gerne Schüler mit Erfahrungen in Freier Selbsständiger Arbeit übernehmen. Die jungen Leute haben gelernt, sich selbstständig den gestellten Aufgaben zu widmen und sie konzentriert auszuführen. Seit Beginn dieses Schuljahres arbeiten zwei fünfte Realschulklassen und eine fünfte Hauptschulklasse der Friedrich-August-Genth-Schule nach dem Konzept der Freien Selbstständigen Arbeit. Jeden Tag in den ersten beiden Schulstunden arbeiten die Kinder an Aufgaben aus den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch, Biologie und Erdkunde. Die Kinder teilen sich ihre Arbeit selbst ein und wählen aus, wann sie welche Aufgabe erledigen. Am Ende der Woche müssen alle Pflichtaufgaben erledigt sein. Wer schneller ist, kann durch Zusatzaufgaben gefördert werden. Wenn ein Kind Schwierigkeiten hat, hat die Lehrkraft Zeit, diesem Kind individuell zu helfen, denn alle anderen Kinder sind mit ihren Aufgaben beschäftigt. Von den Kindern wird verlangt, sich in Stille und alleine einer Aufgabe zu widmen, sodass jeder konzentriert arbeiten kann. Die Schüler lernen, ihre eigene Arbeit zu kontrollieren. Sie haben die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten. Sie nutzen für ihre Arbeit sehr unterschiedliche Materialien wie Puzzles oder Lük-Kästen, die im normalen Unterricht nicht eingesetzt werden können, weil sie nur in geringer Anzahl zur Verfügung stehen. Ist eine Partnerarbeit sinnvoll, können sich Schüler in den benachbarten Gruppenarbeitsraum zurückziehen, damit die übrigen dadurch nicht gestört werden.

Klassenraum Mittlerweile ist in den drei Klassen zu beobachten, dass die Schüler immer selbstständiger und zuverlässiger werden. Es ist für manches Kind noch ein langer Weg hin bis zur Ausbildungsreife, doch die Kinder machen stetig Fortschritte. Es ist selbstverständlich für die beteiligten Lehrkräfte, darauf zu achten, dass der Lehrplan erfüllt, die erforderlichen Klassenarbeiten geschrieben und das Niveau der Realschule bzw. Hauptschule gehalten wird. Das konnte bisher gut erreicht werden.

Die Fortführung des bestehenden Konzeptes in den nächsten fünften Klassen steht angesichts der erfreulichen Erfahrungen bereits nach wenigen Monaten der Umsetzung auf der Tagesordnung der Friedrich-August-Genth-Schule. Die begonnene Arbeit ist ein Einstieg in eine andere Form des Unterrichtes, die individuelles Lernen in der Praxis erfahrbar macht.

Ab dem Schuljahr 2014/2015 wird die FSA (Freie Selbstständige Arbeit) auch in einer Klasse des Gymnasialzweiges angeboten. Allerdings wird in den neuen fünften Klassen (auch Realschulzweig) der FSA-Anteil nach Auswertung der bisherigen Erfahrungen und von Konferenzbeschlüssen reduziert. So findet FSA im Jahrgang fünf statt wie bisher in zehn Stunden pro Woche nur noch in fünf Stunden statt. Englisch wird ebenso wie Religion aus der FSA herausgenommen. FSA umfasst zwei Stunden Deutsch, zwei Stunden Mathematik und eine Stunde Erdkunde oder ein anderes Nebenfach.

 

Formular zur Anmeldung in einer FSA-Klasse