Das Kollegium

Stoked 2.0

-Friedrich-August-Genth-Schüler beim Wellenreiten in Frankreich –

Das freiwillige Angebot der Friedrich-August-Genth-Schule ging in die zweite Runde. Eine Projektfahrt, bei der es nicht nur um lässiges Surfen ging, sondern um viel mehr – vielleicht sogar mehr, als man sonst in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien hätte lernen können. Anfang September stiegen 28 Schüler und Schülerinnen in den Bus nach Frankreich, in Richtung Carcans-Plage (bei Bordeaux). Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Thorsten Göttlich und Maja Wiemann.

Eine lange Busfahrt lag nun vor uns. Die Nachtfahrt gestaltete sich angenehm ruhig und am Samstag kamen wir pünktlich am Vormittag an. Nun wurden erstmal die Zelte eingeteilt und bezogen. Anschließend gab es einen kleinen Rundgang durch den Ort, gefolgt vom ersten Besuch am und im Meer. Leider war es schon recht kühl, aber ein paar Unerschrockene stürzten sich trotzdem in die atlantischen Fluten. Alle waren schon sehr gespannt auf den nächsten Tag, denn dann würde es endlich losgehen.

Sonntag, 12.00 Uhr: Alle sitzen im Kreis und stellen sich vor. Zunächst wurden ein paar Regeln und Infos zum Material gegeben. Und dann ging es endlich zum Strand. Der Weg dorthin gestaltete sich als echte Herausforderung – und wurde nicht unbedingt leichter im Laufe der Woche. Das Tragen des Anfänger-Surfbrettes war aufgrund des Gewichtes und der Größe von einigen nur mit Gurt oder im Buddy-Trage-System zu schaffen gewesen. Gemeinerweise gab es direkt hinter der sog. Wadendüne (es geht hier ziemlich steil bergauf und bergab und ist dadurch sehr anstrengend im Sand) auch nicht die beste Sandbank, auf der man hätte surfen können. Deswegen ging der Weg am Strand noch ein wenig Richtung Norden. Nichtsdestotrotz haben sich alle sehr tapfer geschlagen und nach einer kurzen Erholungspause begann die erste Session. Endlich. Alle waren total begeistert und mussten trotzdem feststellen, dass es gar nicht so un-anstrengend und einfach ist, wie es in Videos oft dargestellt wird. Die Wellenbedingungen waren dieses Jahr allerdings auch wirklich herausfordernd – insgesamt hatten wir noch Glück, jeden Tag ins Wasser zu können. Trotzdem gab es stets starke Strömungen und teilweise Regen und Wind. Die Gruppe hielt entschlossen durch und schon nach kurzer Zeit, standen die ersten auf dem Brett. Ein toller Erfolg! Auch wenn es vereinzelt ein bisschen brauchte, konnte letztlich jeder seinen individuellen Erfolg feiern –und darum geht es! Auf sich selbst zu achten und schauen, was die eigenen Möglichkeiten zulassen und vor allem all das zu genießen! Die Natur und die Gemeinschaft, die ein Campleben ausmachen. Außerdem ist es wichtig, um alles genießen zu können, eine saubere Natur vorzufinden. Deshalb gab es auch in diesem Jahr einen Beach-Clean-Up. Nach ein paar kurzen Informationen zur Umweltverschmutzung im Bereich Meer war es eine Selbstverständlichkeit, unseren kleinen Flecken Erde vom Müll zu befreien. Die Gruppe nahm die Aufgabe beherzt an und fand in kurzer Zeit einige Müllteile. Ein großes Lob nochmal an dieser Stelle an die Gruppe!

Die Schüler zeigten sich auch im Campleben von ihrer besten Seite – Tisch- und Ordnungsdienste klappten hervorragend, Absprachen funktionierten sehr gut und falls doch mal etwas vergessen wurde, gab es keine Diskussionen, dass es jemand anderes übernimmt.

Der Freitag kam schnell und war vollgepackt: Surfen, Beach-Clean-Up, Packen, Aufräumen, Brote schmieren, Abendbrot, Abfahrt. Alles funktionierte reibungslos und wir hatten wirklich Glück das Campleben im trockenen Zustand zu verlassen, kurz nach unserer Abreise kam die nächste Regenfront.

Insgesamt war es wieder eine tolle Zeit mit einer wirklich tollen Gruppe, an einem tollen Ort.